Halbfinale

SSV Kronau vs. Der Bund München 3:2

 

Der Bund München galt als ungeschlagener Südmeister und Rekordhalter als Top-Favorit für die Deutsche Meisterschaft. Nachdem sie bereits im Viertelfinale mit 1990 Ringen ein neuer Rekord für die Finalrunde aufgestellt hatten, war der SSV Kronau nur Außenseiter. In der Kronauer Mannschaft gab es gegenüber dem Viertelfinale einen Wechsel. Max Braun rückte für Lana Wurster auf Position fünf in die Mannschaft. Beide Mannschaften begannen stark. Kronau hatte schnell auf den ersten drei Positionen jeweils 100 Ringe zu verzeichnen, jedoch hielt München mit vier Hunderter-Serien dagegen. Die erste richtungsweisende Hochrechnung zeigte ein 2:1 für München. Dabei war schon eine leichte Tendenz zu erkennen. Auf den Positionen eins uns zwei schien sich ein Patt anzudeuten, Annabelle Lotter, die mit perfekten 22 Zehnern loslegte hatte ihre Partie im Griff und auf den Positionen vier und fünf waren die Münchner Schützinnen im Vorteil. Nach einer Neun von Larissa Wegner im 17. Schuss wechselte die Führung der Münchener auf 3:1. Nach zwei Neunern von Annabelle Lotter mit den Schüssen 29 und 32 zeigte die Hochrechnung ein 3:0 für München. Diese Situation entspannte sich erst wieder als der italienische Olympiaschütze vom Bund München, Danilo Sollazzo, mit dem 28. Schuss und Daniel Bühlmeyer mit dem 21. Schuss je eine Neun schossen. Danach stand es 1:0 für München. Zu diesem Zeitpunkt war jedoch schon zu sehen, dass Max Braun seine Begegnung nicht gewinnen würde, da er schon vier Ringe im Rückstand war. Zum Ende des Wettkampfes wechselte die Hochrechnung mehrfach von 4:1 auf sogar 4:O für München. Der genaue Betrachter sah jedoch, dass Gavin Barnick mit 34 Schüssen immer noch fehlerfrei war und Maximillian Ulbrich mit 30 Zehnern als Führender, wohl weil er die besseren 10er erzielt hatte, gelistet wurde. Larissa Wegner verlor ihre Führung mit einer 9,9 im 39. Schuss. Einen Funken Hoffnung kam bei den Kronauer Fans auf, als Daniel und Hanna Bühlmeyer mit dem 38. bzw. 39. Schuss jeweils einen Neuner schossen. Jetzt stand es nur noch 2:0 für München und das vorzeitige Aus für Kronau war abgewendet, zumal auch Nele Stark noch die Möglichkeit hatte, gegen Daniel Bühlmeyer gleichzuziehen, was ihr am Ende leider nicht gelang. So kam es nicht zu möglichen vier Stechen und es stand 2:0 für München. Nun kam es zu drei Stechen, die über den Einzug ins Finale entschieden. Eine solche Situation gab es im Finalturnier bisher noch nie. München war jetzt in der komfortablen Situation, nur eins der drei Stechen gewinnen zu müssen. Doch es begann ein Drama in drei Akten. Im ersten Stechen setzte sich Anabelle Lotter im ersten Schuss 10:9 gegen Hanna Bühlmeyer durch. Damit gingen Sollazzo gegen Wegner in das nächste Stechen und dies war an Drama nicht zu überbieten. Die ersten drei Stechschüsse gingen alle in die Zehn. Jetzt musste der vierte Stechschuss auf Zehntelwertung entscheiden. Doch das Drama ging weiter, Sollazo legte eine 10,7 vor, doch Larissa Wegner zog mit ebenfalls einer 10,7 gleich. Somit ging es in den fünften Stechschuss, was es so in einem Finale ebenfalls noch nicht gab. Diesen verwandelte Larissa Wegner unter dem Jubel der Kronauer Fans mit 10,6 zum Ausgleich. Ein finales Stechen zwischen Gavin Barnick und Maximillian Ulbrich musste jetzt die Entscheidung bringen. Wie selbstverständlich setzten beide Topschützen ihre ersten drei Schüsse in die Zehn. Somit musste der vierte Stechschuss auf Zehntelwertung über den Einzug ins Goldfinale entscheiden. Auch bei diesem Stechschuss war Gavin Barnick etwas schneller und legte eine 10,5 vor, Maximillian Ulbrich unterlag mit einer 10,2. Jetzt war nur noch ausgelassene Freude bei den Kronauer Schützen und Fans. Der Bund München hätte auf Grund seiner diesjährigen Leistungen ohne Zweifel den Einzug ins Finale verdient gehabt, doch so ist Sport. Die Homepage des DSB titulierte die Kronauer als „Stechkönige“.  Der SSV Kronau verwandelte auf dem Weg ins Finale 17 Stechschüsse erfolgreich und zog sensationell verdient ins Goldfinale ein. 


1. Bundesliga Luftgewehr

Der SSV Kronau qualifiziert sich für das Bundesligafinale Luftgewehr

 

Der SSV Kronau machte es am letzten Wettkampfwochenende nochmals spannend und sicherte sich erst im zweiten Anlauf die Teilnahme an der Finalrunde der besten acht Deutschen Vereinsteams. Bereits vor dem abschließenden Wettkampfwochenende, hatte sich der souveräne Tabellenführer Bund München das Bundesligafinale gesichert. Vier Teams mussten um die drei anderen Finalplätze kämpfen. Dabei hatten der SV Pfeil Vöhringen mit Weltmeister Maximilian Dallinger, der SSV Kronau und die SSG RWS Fürth (alle 14:4-Punkte) die besten Aussichten. Eichenlaub Saltendorf (12:6) hoffte jedoch auch noch, zumal Fürth und Vöhringen im direkten Duell aufeinandertrafen und auch Kronau mit Germania Prittlbach ebenfalls einen starken Gegner hatten.

 

Germania Prittlbach vs. SSV Kronau

Der SSV Kronau war bei der Begegnung am Samstagabend in Prittlbach Favorit. Die Prittlbacher aus einem Nachbarort von Dachau hatten jedoch als Sechter der Tabelle noch theoretische Chancen auf eine Finalteilnahme. Wer die Saison genauer verfolgt hatte wusste, dass Prittlbach wiederholt auf ihre österreichische Nummer eins Martin Strempfel verzichten mussten und nur deshalb auf einem mittleren Tabellenplatz standen. Das Duell gegen Kronaus Nummer eins Larissa Wegner stand somit von Beginn an im Mittelpunkt des Interesses. Beide begannen fehlerfrei, bis sich Larissa Wegner im 31. Schuss eine Neun erlaubte. Der Prittlbacher hatte zu diesem Zeitpunkt erst 26 Schüsse abgegeben. Beide blieben dann bis zum Schluss fehlerfrei und die Partie endete mit 400 zu 399 Ringen und dem Einzelpunkt für Prittlbach. Ungeachtet davon war das Kronauer Team über das gesamte Match im Vorteil und führte nach drei Viertel des Wettkampfes sogar mit 4:1. Nele Stark hatte mit hervorragenden 398 Ringen die Vizeweltmeisterin von 2018 Isabella Straub sicher im Griff. Das gleiche galt für Annabelle Lotter, die bereits nach 21 Minuten und 25 Sekunden ihre Gegnerin mit 397 Ringen unter Druck setzte und ihr Match schon nach weniger als einer halben Stunde gewonnen hatte. Zum Ende holte Prittlbach etwas auf, nutzte eine Schwächephase Kronaus und glich aus. Nachdem Lana Wurster ihr Match im Endspurt verlor, stand es 2:2 und ein Stechen zwischen Kronaus Max Braun und der Prittlbacherin Mariella Schneider, die beide mit 395 Ringen abgeschlossen hatten, musste die Entscheidung bringen.  Das Stechen war wieder voller Dramatik, denn der Sieg hätte für Kronau die sichere Finalteilnahme bedeutet. Doch die Entscheidung fiel erst nach dem vierten Stechschuss. Bei den ersten drei Stechschüssen schossen beide jeweils eine Zehn. Somit ging es in den shoot off mit Zehntelwertung, das mit 10,3 zu 9,9 und einem 3:2 Sieg zu Gunsten von Prittlbach endete. Doch Glück im Unglück. Da in der direkten Begegnung der anderen Finalaspiranten die SSG Fürth gegen Pfeil Vöhringen verloren hatte, belegte Kronau trotz Niederlage weiterhin den dritten Tabellenplatz. Vöhringen mit nun zwei Punkte Vorsprung hatte die Finalteilnahme jetzt gesichert, was den Druck auf Kronau und Fürth nochmals erhöhte. Der SSV Kronau und Fürth, beide absolut punktgleich, mussten am Sonntag liefern, denn trotz der Niederlage gegen München hatte Saltendorf noch immer die Chance auf die Finalteilnahme.

 

 

SSV Kronau vs. SG Endorf

Die beiden Mitkonkurrenten um die Finalteilnahme hatten am Sonntagmorgen vorgelegt. Sowohl die SSG Fürth als auch Eichenlaub Saltendorf gewannen ihre Begegnungen souverän mit jeweils 4:1. Der SSV Kronau musste jetzt nachlegen und seinerseits hoch gewinnen, um auch nach Einzelpunkten die Gegner in Schach zu halten. Doch der Gegner vom Chiemsee die SG Endorf war nicht zu unterschätzen, hatten sie doch tags zuvor ihren eigenen Vereinsrekord verbessert und gegen den SV Fenken gewonnen. Für den SSV Kronau rückte absprachegemäß Colin Fix für Max Braun in die Mannschaft. Dieser erkämpfte sich von Beginn an einen soliden Vorsprung auf seinen Gegner und steigerte sich von Serie zu Serie. Am Ende wurde er immer sicherer, schoss mit perfekten 200 Ringen aus und sicherte sich mit 9 Ringen Vorsprung seinen Einzelpunkt. Auf der Position vier legte Annabelle Lotter wieder schnell und treffsicher los und erzielte nach weniger als 21 Minuten hervorragende 399 Ringe. Sie distanzierte ihren Gegner dadurch um acht Ringe. Der Gegner von Nele Stark auf Position 3 leistete zunächst heftige Gegenwehr, sie konnte diesem jedoch in den letzten drei Serien die entscheidenden Ringe mit 397 zu 395 abnehmen. Die Kronauer Schützin auf Position 2 Lana Wurster war an diesem Morgen besser in Form als am Vortag. Sie begann ihren Wettkampf mit perfekten 100 Ringen und baute ihren Vorsprung kontinuierlich bis auf fünf Ringe aus. Auf der Spitzenposition zwischen Larissa Wegner und dem österreichischen Nationalschützen Dominic Einwaller wurde es wieder äußerst spannend. Beide schenkten sich nichts. Dominic Einwaller, der für Kronau in der Saison 2022/23 an den Start ging, legte mit perfekten 200 Ringen los. Davon ließ sich Larissa Wegner nicht beeindrucken, schoss ihren Rhythmus weiter und lag am Ende mit dem Österreicher gleichauf bei 398 Ringen. Das anschließende Stechen war wieder voller Spannung. Nach drei Stechschüssen stand es immer noch unentschieden. Beim vierten Schuss, der wieder auf Zehntelwertung (ein Zehntel entsprechen 0,05mm) gemessen wurde setzte sich Larissa Wegner mit 10,5 zu 10,1 gegen den Österreicher durch. Dieses 5:0 Sieg sicherte dem SSV Kronau den 3. Tabellenplatz und die Finalteilnahme.

 

 

Finalrunde um die Deutsche Meisterschaft

Der Bund München und sieben Teams, die bereits im vergangenen Jahr dabei waren, haben sich für das Bundesligafinale in Rotenburg an der Fulda (7./8. Februar) qualifiziert. Der Top-Favorit ist neben dem Rekordmeister SSG Kevelaer der Bund München, welcher an diesem Samstag nicht nur einen neuen Deutschen Mannschaftsrekord mit 1995 Ringen aufstellte, sondern diesen Rekord am Sonntagmorgen nochmals wiederholte. Der SSV Kronau wird im Viertelfinale als 3. der Bundesliga Süd auf den 2. der Bundesliga Nord - Sankt Hubertus Elsen-  treffen. Damit kann Kronau Revanche für die letztjährige knappe Niederlage nehmen. Damals verlor Kronau erst im Stechen und Elsen (Stadtteil von Paderborn) wurde im Anschluss Deutscher Meister. Elsen schoss am vergangenen Sonntag in Bestbesetzung 1987 und 1985 Ringe und der SSV Kronau, die auf ihre Nummer 1, den US-Amerikaner Gavin Barnick verzichten mussten, erzielte ihrerseits 1985 und 1983 Ringe. Dadurch ist schon jetzt ein enges Match zu erwarten.


1. Bundesliga Luftgewehr

Zwei große Schritte des SSV Kronau in Richtung Finale

 

Vorab war klar, um Aussichten für die Finalteilnahme zu haben, musste der SSV Kronau bei seinen Heimwettkämpfen zwei Mal siegen. Insbesondere das Match am Sonntagmittag gegen den punktgleichen SV Eichenlaub Saltendorf wurde mit Spannung erwartet und auch die Begegnung am Samstagabend gegen den stark eingeschätzten SV Fenken sah man als große Hürde. Die Helfer des SSV Kronau hatten sich sehr viel Mühe gegeben, um die Halle am Nikolaustag entsprechend zu schmücken und die Veranstaltung in einem vorweihnachtlichen Rahmen zu gestalten. Alle fünf Gastmannschaften erhielten weihnachtliche Geschenke und wurden am Abend vom „Kronauer Nikolaus“ begrüßt. Die erste Begegnung am Samstagmittag gewann die SG Endorf 4:1gegen die FSG Kempten unerwartet klar. Die zweite Nachmittagsbegegnung verlor SSVG Brigachtal gegen Eichenlaub Saltendorf deutlich mit 0:5. Insbesondere die 1991 Mannschaftsringe von Saltendorf ließen die Kronauer Schützinnen und Schützen aufhorchen. Da die SSG Fürth am zweiten Veranstaltungsort in Vöhringen gegen Germania Prittelbach 3:2 gewann, rutschte Kronau vom dritten auf den fünften Tabellenplatz zurück und war damit außerhalb der Finalplätze. Der Druck gegen den SV Fenken gewinnen zu müssen erhöhte sich dadurch erheblich.

 

SSV Kronau vs. SV Fenken

 

Vor dieser Abendbegegnung marschierten die Kronauer umrahmt von einer Lasershow und begleitet vom Applaus der zahlreichen Zuschauer in die Halle ein. Die beiden Mannschaften begannen ausgeglichen und die erste Hochrechnung zeigte ein Unentschieden. Nach 20 Minuten und ca. 20 Wertungsschüssen war die Begegnung immer noch ausgeglichen. Die „Schnellschützin“ Annabelle Lotter war zu diesem Zeitpunkt schon fertig und legte ihrer Gegnerin, die gerade mal elf Schüsse absolviert hatte, 397 Ringe vor. Kurz danach war der SSV Kronau zum ersten Mal leicht im Vorteil. Jedoch wurde es zwischen Lana Wurster und dem Finnen Leppa auf der Seite von Fenken immer enger. Die Kronauer Punkte durch Larissa Wegner und Annabell Lotter schienen bereits sicher, aber auch die Punkte durch Max Braun und Nele Stark waren noch in Reichweite. Nachdem Larissa Wegner mit dem 32. Schuss eine Neun schoss wurde es auf Position 1 nochmals spannend. Sie blieb jedoch sicher und gewann ihr Match mit 398 Ringen und einem Ring Vorsprung. Nach 25 Schüssen von Lana Wurster sprang die Hochrechnung auf der Anzeigentafel zu ihren Gunsten um. Diesen leichten Vorteil konnte sie mit 100 Ringen in der dritten Serie festigen. Zu diesem Zeitpunkt zeigte die Hochrechnung ein 3:1 für Kronau. Doch Max Braun, der vor seinen letzten zehn Schüssen noch als klarer Sieger aussah, konnte dem Endspurt seiner Gegnerin nicht folgen und verlor seinen Einzelpunkt knapp mit einem Ring Rückstand. Da auch Nelle Stark ihr Match verlor, war die Begegnung wieder ausgeglichen. Da Lana Wurster mit dem 31. und 34. Schuss je eine Neun schoss, zeigte die Hochrechnung eine Kronauer Niederlage mit 3:2 an. Jetzt bestand die einzige Chance, die Begegnung noch zu Gunsten von Kronau zu entscheiden darin, dass Lana Wurster mit sechs Zehnern ausschießen musste, um dadurch ein Stechen zu erzwingen. Das war ihr bewusst und alle Blicke waren auf sie gerichtet. Sie ließ sich Zeit und setzte bei jedem Schuss mehrmals ab, was natürlich die Spannung erhöhte. Beim letzten Schuss zeigte die Uhr nur noch 90 Sekunden Schießzeit an. Trotz dieser Anspannung setzte sie nochmals ab. Jetzt musste der Schuss fallen und sie schoss nervenstark eine 10,0. Die Freude und der Jubel bei den Fans war groß. Lana Wurster blieb jedoch ruhig, galt es doch jetzt, den Stechschuss zum Sieg für ihre Mannschaft zu verwandeln. Bereits nach dem ersten Stechen war Lana Wurster die umjubelte Schützin, da sie es gegen Aleksi Leppa mit 10:9 gewann und dem SSV Kronau einen glücklichen 3:2 Sieg bescherte.


Finale um die Deutsche Meisterschaft

SSV Kronau vs. SSG Kevelaer 0:3

 

Bisher gab es zwischen dem SSV Kronau und der SSG Kevelaer nur ein Aufeinandertreffen. Beim Viertelfinale 2024 gewann der SSV Kronau, wie könnte es anders sein, im Stechen und warf den damaligen amtierenden Deutschen Meister aus dem Titelrennen. Doch der viermalige Champion aus Kevelaer war als Nordmeister Favorit und vor dem fünfmaligen „Stechsieger“ gewarnt. Beide Teams begannen sehr treffsicher, und die erste Neun fiel erst im 47. Schuss beider Teams! Ausgerechnet Gavin Barnick schoss die erste 9,9 für Kronau. Darauf folgten weitere Neuner und Kevelaer behielt außer Franka Jannsen seine weiße Weste. Nach der ersten wegweisenden Hochrechnung stand es dann, wenn auch knapp, 5:0 für Kevelaer. Doch die Situation für Kronau war nicht aussichtslos, denn auf mehreren Positionen war noch ein Sieg oder Stechen möglich. Insbesondere Larissa Wegner mit 399 Ringen sowie Nele Stark, die 200 Ringe ausschoss, hielten dagegen. Auch bei Lana Wurster, die in der dritten Serie mit 100 Ringen nochmals Hoffnung aufkommen ließ, gab es noch die Möglichkeit auf ein Stechen. Dies wäre natürlich der Wahnsinn gewesen, wenn sie den Ausgleich geschafft hätte, Kevelaer nicht die notwendigen drei Punkte erreicht hätte und es nochmals zu drei Stechen gekommen wäre. Ein Szenario das Max Braun bei einem Interview heraufbeschworen hatte. Am Ende stand ein versöhnliches, jedoch klares 3:0 für Kevelaer. Somit kam es nicht zum zweiten „Stechdrama“. Gavin Barnick konnte durch die zwei Neuner in der ersten Serie die derzeit beste deutsche Schützin nicht unter Druck setzen und verlor. Annabell Lotter war zwar sehr schnell unterwegs, was ihre Sicherheit unterstrich, verlor jedoch insbesondere in der zweiten Serie zu viele Ringe.

 

 

Die Stimmung und Atmosphäre in der Halle hatte alle Teilnehmer/innen begeistert. Die Vizemeisterschaft ist die erste Medaille bei einem Bundesligafinale. In der Vorbereitung hat die Mannschaft diese Medaille zum 100jährigen Jubiläum des SSV Kronau angestrebt.

Kronau vs. Saltendorf

 

Am Sonntagmittag kam es dann zu der wichtigen Begegnung gegen Eichenlaub Saltendorf. Von Beginn an waren die Gäste im Vorteil und nach 15 Minuten zeigte die Hochrechnung ein 2:1 für Saltendorf. Larissa Wegner hatte Probleme mit einer Treffpunktverlagerung und daraus resultierend zwei 9,9. Auch Lana Wurster unterlief zu Beginn eine schlechte Neun. Danach zeigte die Hochrechnung auf der Anzeigentafel ein 3:2 und dann sogar eine 4:1 für Saltendorf. Zu diesem Zeitpunkt konnte nur Max Braun seinen Punkt behaupten. Dem Schluss zu zeigten jedoch die Saltendorfer Schützinnen und Schützen etwas Nerven. Auf Position eins erreichte Vanessa Gleißner in ihrer vierten Serie nur 97 Ringe und schoss sogar mit dem letzten Schuss eine Neun. Auf Kronauer Seite konterte Larissa Wegner mit 100 Ringen und sicherte Kronau den Einzelpunkt. Die Gegnerin von Max Braun schoss im letzten Schuss ebenfalls eine 9. Max Braun musste danach zwar noch mit einer Zehn ausschießen, was er auch routiniert tat und seinen Punkt sicherte. Annabelle Lotter und Nele Stark, trotz hervorragender 397 Ringe, verloren ihre Matches. So zeigte die Hochrechnung kurz vor Schluss ein 3:2 für Kronau. Doch Lana Wurster hatte noch 10 Schüsse zu absolvieren. Nach je einem Neuner, beim 34. und 39. Schuss, schrumpfte ihr Vorsprung auf einen Ring zusammen. Für den Sieg musste sie jetzt einen Zehner schießen. Sie stand wieder ganz alleine am Schießstand und wieder waren alle Blicke auf sie gerichtet. Nach mehrfachem Absetzen dann der erlösende Schuss und Lana Wurster war wieder die umjubelte Schützin beim 3:2 Endstand für den SSV Kronau.

Vorschau

 

Nach 9 von 11 Vorkämpfen ist „Der Bund München“ das erste Gewehr-Team, welches sich für das Bundesligafinale in Rotenburg an der Fulda (7./8. Februar 2026) qualifiziert hat. Nach den Münchnern haben Pfeil Vöhringen, die SSG RWS Fürth und der SSV Kronau (alle 14:4 Punkte) die besten Aussichten beim Saisonfinale dabei zu sein. Dafür ist jedoch für den SSV Kronau bei den beiden letzten Vorkämpfen am 10. und 11. Januar in Herbertshausen (bei Dachau) noch jede Menge harte Arbeit und Nervenstärke von Nöten. Dort trifft Kronau auf den Gastgeber und Tabellensechsten SV Prittlbach und die ebenfalls starke SG Bad Endorf.



1. Bundesliga Luftgewehr

Kantersieg des SSV Kronau gegen SSVG Brigachtal

 

Im Sport gilt, unterschätze deinen Gegner nie! Als haushoher Favorit im badischen Derby gegen die Südbadener aus Brigachtal musste Kronau im Kampf um die Finalteilnahme um die Deutsche Meisterschaft möglichst viele Einzelpaarungen gewinnen. Hochmotiviert gingen die Schützinnen und Schützen des SSV Kronau den Wettkampf an. Larissa Wegner, Lana Wurster und Colin Fix legten gleich mit optimalen 100 Ringen los. Nele Stark, die noch am vergangenen Wochenende mit dem Nationalteam bei der Weltmeisterschaft in Kairo war begann mit 99 Ringen, dies war jedoch die einzige Neun die sie sich leistete. Sie schloss ihren Wettkampf mit drei 100er Serien und der Tagesbestleistung von 399 Ringen ab. Larissa Wegner schoss wie gewohnt ruhig ihren Wettkampf und gewann sicher das wichtige Spitzenduell gegen die Schweizerin Guignard. Bei Colin Fix und Lana Wurster war nach der Hälfte ihrer Matches mit hervorragenden 200 Ringen bzw. 199 Ringen schon alles klar. Sie schienen jedoch ihre Konzentration etwas zu verlieren, was auf Grund ihrer Vorsprünge jedoch auch verständlich war. Am Ende gewannen beide mit großem Vorsprung ihre Paarungen. Max Braun kam zu Beginn seines Matches nicht in den Rhythmus. Aber auch er hatte nach den ersten zehn Schüssen drei Ringe Vorsprung. Danach drehte seine Gegnerin auf und schoss 99, 99 und 100 Ringe. Nervenstark und mit seiner ganzen Routine konterte Max Braun und beendete seinen Wettkampf mit 18 Zehnern! Wie wichtig der Gewinn dieses Einzelpunktes war zeigt die Tabelle nach dem siebten Wettkampftag. Kronau zog auf Grund des 5 : 0 an den punktgleichen Mannschaften aus Fürth und Saltendorf vorbei. Zuvor hatte die SSG Fürth unerwartet hoch mit 5 : 0 gegen den Bund München verloren und Eichenlaub Saltendorf mühte sich zu einem 3 : 2 gegen die FSG Kempten. Dabei wäre hier für Kempten mehr drin gewesen. Noch kurz vor Schluss lagen sie in der Hochrechnung mit 3 : 1 vorne, vergaben jedoch den greifbaren Sieg mit drei abschließenden Neunern und beim Stand von 2 : 2 durch ein verlorenes Stechen.

 

Am 6.  und 7. Dezember, bestreitet der SSV Kronau seine Heimwettkämpfe in der Mehrzweckhalle Kronau. Samstagabends, 18:00 Uhr trifft Kronau auf den in diesem Jahr stark verbesserten SV Fenken und am Sonntagmittag, 13:00 Uhr, kommt es zum direkten Vergleich mit dem Mitkonkurrenten um die Finalteilnahme Eichenlaub Saltendorf. Die Wettkämpfe der Gastmannschaften, beginnen samstags 14:00 Uhr und sonntags 09:30 Uhr.  Alle Wettkämpfe sind wieder über SportEurope TV live zu streamen.

 

Weitere Informationen können auf der Homepage des Deutschen Schützenbundes https://bundesliga.dsb.de/luftgewehr/1-bl-sued nachgelesen werden.


1. Bundesliga Luftgewehr

Zwei Siege für den SSV Kronau

 

Am dritten Wettkampfwochenende in Bad Endorf am Chiemsee schaffte das Team des SSV Kronau keine Verbesserung in der Tabelle und bleibt somit auf dem 5. Tabellenplatz in der 1. Bundesliga Süd Luftgewehr. Trotz des Fehlens von Nele Stark, die aktuell für Deutschland bei der Weltmeisterschaft in Kairo startet, war Kronau bei den Begegnungen gegen die beiden bayrischen Vertreter Luckenpaint und dem Aufsteiger Mertingen in der Favoritenrolle. Auch andere Spitzenmannschaften aus der Liga mussten auf Schützinnen und Schützen des Nationalkaders verzichten. Ein Verlegen des Wettkampfwochenendes wegen der Weltmeisterschaft war laut DSB auf Grund langfristiger Planungen nicht möglich. Das Match am Samstagmittag gegen Luckenpaint war härter umkämpft als man dies allgemein erwartet hatte. Gavin Barnick und Max Braun hatten ihre Probleme und auch Annabell Lotter, die sonst so ruhig und zügig ihren Wettkampf absolviert, haderte mit ihren Treffern. Im Nachhinein wurde tatsächlich ein Fehler an ihrer elektronischen Trefferanzeige festgestellt. Sie durfte einen Schuss wiederholen und bekam zwei Ringe gutgeschrieben. Lediglich Colin Fix und Larissa Wegner konnten gute Leistungen abrufen und gewannen ihre Matches souverän. Am Ende sicherten sich auch Annabelle Lotter und Max Braun ihre Punkte zum 4 : 1 Sieg für den SSV Kronau. 


 

Am Sonntagmorgen gegen den stärker eingeschätzten SV Mertingen gewann der SSV ebenfalls 4:1. Der SSV Kronau dominierte von Anfang an das Match. Lediglich auf Position eins entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem für Mertingen schießenden Österreicher Thomas Mathis und unserem jungen US-Amerikaner Gavin Barnick. Am Ende des Wettkampfes standen für beide 399 Ringe auf der Anzeige. Je nur eine 9 hatten sich beide bei den jeweils 40 Wettkampfschüssen geleistet. Das abschließende Stechen entschied der Österreicher zugunsten seiner Mannschaft. Auch Annabell Lotter und Larissa Wegner konnten sich auf 399 Ringe bzw. 398 Ringe steigern. Lediglich Collin Fix konnte nicht an sein sehr gutes Ergebnis vom Vortag anknüpfen. Am Ende stand jedoch ein hervorragendes Mannschaftsresultat von 1986 Ringen, was an diesem Tag das höchste Ergebnis der gesamten Liga war. 

In zwei Wochen trifft der SSV Kronau in Bad Dürrheim auf die bisher punktlose SSVG Brigachtal. Am Nikolauswochenende, 6. und 7. Dezember, bestreitet der SSV seine beiden Heimwettkämpfe in der Mehrzweckhalle Kronau.